Skopelos - Skiathos

Sonntag 7.5.

Weitere Häfen auf Skiathos heben wir uns für später auf, und steuern direkt die nächste Sporaden-Insel Skopelos an, und zwar den im Norden gelegenen Haupthafen Skopelos Stadt: ein wunderschönes, sauberes Städtchen mit vielen kleinen weißen Kirchen und herrlichen Ausblicken auf die tiefblau bis türkis leuchtende Ägäis. Auf dem Weg dorthin passieren wir an der felsigen Nordküste unter anderem einen imposanten Felsen mit einer kleinen Kapelle, die im Film „Mamma Mia“ als Hochzeitskapelle vorkam.

Ankerbucht Staphylos/Skopelos
Ankerbucht Staphylos/Skopelos

Montag 8.5.

 

Heute komplettieren wir die Umrundung von Skopelos. Zur Mittagspause finden wir die kleine Felsbucht Staphylos und ankern wenige Meter vor den steilen Felsen. Für die Nacht haben wir die gegen alle Windrichtungen geschützte Bucht Ormos Panormos ausgesucht – aber hier gibt es unerwartet Stress: wir wollen mit Buganker und Landleine festmachen, Moritz hat das Dinghy klargemacht, um die Leine auszubringen. Nach einigem Suchen nach einer geeigneten Stelle geht der Anker auf 8 Meter Wassertiefe runter – hält nicht. Zweiter Versuch, hält auch nicht. Dritter Versuch, 40 Meter Kette, scheint zu halten –  Landleine ausbringen. Aber der Seitenwind drückt uns auf ein vor Anker liegendes Motorboot, ich ziehe uns per Winsch am Anker nach vorne – der Anker slippt nun doch, schon verfängt sich unser Ruderblatt in einer der Ankerleinen des Motorboots. Fender ausbringen, um die unvermeidbare Kollision zu dämpfen. In so einer Situation darf man den Motor nicht benutzen, weil sich die Leine in der Schraube verfangen und uns komplett manövrierunfähig machen könnte. Im Neopren-Anzug springe ich ins Wasser und kann unser Ruder befreien. Anker hoch, Dinghy wieder an der Yacht festmachen und weg hier. Auch ein weiterer letzer Ankerversuch auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht misslingt, der Anker slippt! Dann haben wir genug von dieser Bucht und segeln noch anderthalb Stunden weiter in den Hafen Loutraki. Dort allerdings ist der Yachtponton komplett von einer Flotille belegt und wir entschließen uns, im Hafenbecken frei zu ankern, was diesmal ohne Problem klappt.

 

Dienstag 9.5.

 

Heute ist Moritz‘ letzter Segeltag, für morgen hat er ab Skiathos über Athen den Rückflug nach München gebucht.

 

Morgens schweißtreibender Aufstieg vom Hafen Loutraki in die einige hundert Höhenmeter darüber gelegene Altstadt Glossa, mit engen Gassen und schöner Aussicht. Bei gemütlichen 3-4 Windstärken laufen wir dann aus – und schon ist es mit der Idylle vorbei: innerhalb von 20 Minuten frischt der Wind – natürlich entgegen der Vorhersage – auf Stärke 6 auf, dann sogar 7. Böen bis 36 Knoten schütteln die Eos durch, und die wenigen Meilen bis Skiathos werden zur Herausforderung.  Unter Motor steuern wir dann in die geschützte Hafenbucht und legen neben vielen anderen Yachten sicher an.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Roland (Freitag, 12 Mai 2017 15:50)

    Hallo Eos!
    Schön wieder etwas über die Eos auf eurer homepage zu lesen!
    Wir waren letztes Jahr 3 Wochen mit der Eos unterwegs, nachdem Sie aus Marias Flotte verschwunden war habe ich sie dann bei Pitter wieder entdeckt. Interessiert hätte mich der Grund des Wechsels (Ortsveränderung?), bei Maria schien mir alles in bester Ordnung zu sein.

    Da ich nach langem wieder mal auf eure homepage geschaut habe und "unsere" Eos gerade jetzt in den Sporaden ist, in denen wir schon 2 x zuvor ab Achilleo unterwegs waren, ist ein lustiger Zufall.
    Besonders gut hat es uns in Neo Klima auf Skopelos gefallen (Restauranttip: Manolis Taverna) und natürlich auf Kyra Panagia, sowohl in der südlichen Ankerbucht (in der nördlichen Einbuchtung hinter der kleinen Insel) als auch im Norden (Lim. Planitis). Empfehlenswert: die Ankerbucht im S von Peristera..

    Toll, das ihr die Eos um Solarpanelle ergänzt habt, wir sind auch viel in Buchten gelegen und daher nur sehr selten am Landstrom gehangen.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Törn, warme Tage und gnädigen Meltemi sowie natürlich stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!

  • #2

    Klaus (Freitag, 12 Mai 2017 19:23)

    Hallo Roland, vielen Dank für den freundlichen Kommentar. Mangels eurer Email-Adresse antworte ich auf diesem Weg: Ja, der Hauptgrund für den Wechsel des Charteranbieters war der Wunsch, ein neues Revier kennenzulernen, zusammen mit dem Plan einer verstärkten Eigennutzung. Viele Grüße, Klaus (Eos)