Unterwegs im Meeres-Nationalpark

Steni Vala: Vorwärtsanlegen verlangt Akrobatik beim Einsteigen
Steni Vala: Vorwärtsanlegen verlangt Akrobatik beim Einsteigen

Mittwoch 10.5.

 

Moritz wird um 7 vom Taxi abgeholt und ist mittags schon zuhause in München. Für uns ist heute die dritte der Sporaden-Inseln das Ziel, Alonissos, die schon im Meeres-Nationalpark liegt und als wenig touristisch gilt. Mit einigen Stunden entspannter Segelei bessern wir unsere Meilenbilanz wieder auf – zeitweise standen mehr Motor- als Segelmeilen im Logbuch, jetzt hat sich das Verhältnis wieder umgekehrt. Wir liegen im winzigen Hafen Steni Vala an. Da es an der Mole nicht überall tief genug ist für unser Ruderblatt, legen wir vor Heckanker mit Bug zur Mole. Nur fünf Yachten und einige Fischboote teilen sich die kleine Bucht. Kostas, Autor von Büchern über die Inselgeschichte, betreibt hier einen kleinen Supermarkt und ein Café, er ist super freundlich und lässt uns kostenlos Wasser tanken und duschen.

 

Monasteri-Bucht: Mulis bringen das Baumaterial zum Kloster
Monasteri-Bucht: Mulis bringen das Baumaterial zum Kloster

Donnerstag 11.5.

 

Nach einem Frühstück bei Kostas wandern wir noch zur nahen Kapelle Agios Petros mit schönen Ausblicken, dann geht es bei leichtem Wind weiter Richtung Nordosten. Unsere Hoffnung, die angeblich hier zahlreichen Delphine zu sehen, wird vorerst enttäuscht. Mittags gibt es an Bord von Christel selbst gebackenes Brot, dazu gebratenen Leberkäs (aus der Dose) und Spiegelei!

 

Am Nachmittag legen wir einen Stopp in der Monasteri-Bucht auf der Insel Pelagonissos ein. Das  70m über dem Meer liegende Kloster aus dem 11 Jhdt. gehört zum Besitz des Lavros-Klosters vom Berg Athos und diente einst zu dessen Lebensmittelversorgung. Als wir es besuchen, sind Handwerker gerade mit diversen Restaurationsarbeiten beschäftigt: es soll als Museum eingerichtet werden. Abgesehen vom Kloster ist die Insel unbewohnt.

 

Als Übernachtungsplatz haben wir uns einige Meilen weiter einen der größten Naturhäfen der ganz-en Ägäis ausgesucht: die weite Bucht Limin Planitis ist nur durch eine 60 Meter breite Durchfahrt mit dem Meer verbunden, dementsprechend bei allen Winden gut geschützt, und wird nur von Ziegen und Seglern bewohnt. Internet oder auch nur Mobilfunk gibt es hier draußen natürlich nicht, und das Hochladen des Blogs muss also warten.

 

Damit haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht, morgen geht es wieder Richtung Südwesten, da wir ohne Eile in 12 Tagen Lavrion erreichen wollen.

 

Freitag 12.5.

 

Heute bedeckter Himmel und wenig Wind. Per Motor erreichen wir Patitiri, den Hauptort von Alonissos. Nach einer halben Stunde verlassen wir aber den Hafen, weil ein unangenehmer Schwell das Boot so aufschaukelt, dass keine ruhige Nacht zu erwarten ist. In der Nachbarbucht Votsi finden wir ein schönes Plätzchen mit Anker und Landleine – und WiFi in einer Pizzeria.

 

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