Amorgos

 Montag von Ios nach Amorgos: zunächst ankern wir in der Kalotaritissa-Bucht im Südwesten, sehr geschützt und abgelegen,  neben einigen Fischerbooten. Der Anker ist im klaren Wasser auf 3,5 Meter Tiefe klar zu erkennen im Sand eingegraben.

Nachts kommt Wind auf und raubt uns den Schlaf. Vorhersage: bis 10kn, Realität: Böen bis 26kn (6 Bft).

Um 3 Uhr 10 reißt uns ein Rumms aus dem Halbschlaf: der Anker ist geslippt und wir wurden gegen ein kleines Fischerboot getrieben! Wenn ich jetzt den Motor anmache, besteht erhebliche Gefahr, unsere Schraube in seiner Muringleine zu verheddern, dann wären wir vollends manövrierunfähig! Also vorsichtig den Anker einholen, so kommen wir erst mal frei und fahren eine Zeitlang in der Bucht im Kreis, von den Böen gebeutelt. Schließlich gelingt es, erneut in sicherer Distanz zu ankern; wir gehen Ankerwache, bis um 6 Uhr 30 der Wind schlagartig abflaut. 

Als wir am gleichen Tag 7 Meilen nördlich im Hafen Katapola anlegen, gibt es nochmal Stress: der Anker hält nicht, und das Boot treibt quer zwischen anderen an der Mole liegenden Yachten. Erst mit Unterstützung mehrerer  Helfer schaffen wir es schließlich , Eos sicher längsseits an die Pier zu legen.

Dann erst mal Mittagsschlaf, später noch per Bus zu der größten Attraktion der Insel, dem Kloster Panagia Chozoviotissa. Es wurde im 9. Jhdt. in atemberaubender Weise in die Steilküste gebaut, beherbergt noch heute drei Mönche und kann besucht werden. 

 

Mit dem schottischen Seglerpaar Margret und Colin, Ärzte und Brexit-Gegner verbringen wir einen anregenden Abend im ausgezeichneten Restaurant "Veggara", wo wir unter anderem Meeresfenchel (Samphir, κριταμο) als schmackhaften Salat kennenlernen.

 

Am Mittwoch nach Gottseidank ruhiger Nacht und festem Schlaf schlendern wir entspannt durch die Chora mit vielen Windmühlen, und wandern dann eine Stunde zurück durch blühende Macchia zum Hafen.